Dienstag, 9. Februar 2010

Ein Gedicht

Immer das selbe an der Elbe

Oh Aidablu,
entjungfert sollst du sein
dann lässt du das Getröte bleiben
während sich hier die Geister scheiden.
Denn Bremen oder Hoffenheim,
zieht ins Halbfinale ein.
also nach Malle, gehe fort,
ich verstehe hier nicht mein eigen Wort.
König Fussball du darfst bleiben
und mir süss die Zeit vertreiben.

Helau. Freitag wieder echtes Internet.

Mittwoch, 6. Januar 2010

Heftig heftig heftig, Ey was gehtn Alda?

Voll gut alles. Nur kein Internet. Benni sagt: bloggen! Ich versuche es. Schwierig nur mit auf Telefontastatur.
Neue Bude voll schön und voll ChAos. Aber in Hafennähe mit Balkon. Sieht abends aus als ob der Himel brennt, wegen so viele Lichters. Jetzt pennen, morgen arbeiten, renovieren, klar kommen. Und Erkaeltung wegkriegen.
In dem Sinne. Love.
the man

Mittwoch, 28. Oktober 2009

We are all modern nomads

Ich vertraue immer auf mein Glück, und wenn ich dann schon komplett den Glauben an alles verloren habe, erschlägt es mich von hinten. Erst passiert lange nix, dann zack zack zack. Und weil ich jetzt wieder rüber mache, diesmal nur die Elbe, da schreib ich wieder blog. Geil. Und das kam so. Nach knapp 25 Bewerbungen, gefühlten 500 allerdings, viel nichts tun, viel genervt sein vom nichts tun, viel andere nerven wegen nichts tun, hats dann doch noch geklappt. Zusage, was soll ich da noch zu sagen? Live your dreams vielleicht. Weil Hamburg, wollt ich immer hin und jetzt halt zack, isses soweit. Job geil, Stadt geil, also alles jumbo fett digga, aber dann geht’s los. Wohnungssuche? In Hamburg? 3 Wochen vor Maloche Beginn? Kein Ding, kannste knicken. Am Anfang dacht ich noch, ich schwimm jetzt im Geld und fahre mein neues Motorrad in die Tiefgarage unter meinem Loft mit Hafenblick. Aber nicht. Mietpreise und Maklerprovisionen und Courtagen und und und alles happig. Da happig was dagegen. Und wenn mal ne Bude dufte ist, stehen die Chancen knapp einszufünfzig, dass man sie bekommt. Und ich schon auf Suche nach Wohnen auf Zeit für mehr als die Hälfte meines Gehalts. Aber im allerletzten Moment ruft mich das Glück an und sagt, hier wegen Wohnung, Zwischenmiete, zentral, süß, günstig, fünf, vier, drei, deins. Ich so alles klar, nehm ich. So alles cool soweit also. Was mir nur auffällt. Ich hab, seit ich 2002 zu Hause ausgezogen bin, in 8 verschiedenen Wohnungen gewohnt und nur eine Station war länger als 1 Jahr. Der moderne Nomade. Heute hier, morgen dort. À propos; bis Samstag noch hier, dann dort. Bis dahin, Kartonage Kartonage, Sachen machen und noch mehr Sachen machen.

Montag, 7. Juli 2008

Wochenschau

Da bin ich nu wieder. Vor einer Woche zurückgekehrt und sofort bekehrt. Eigentlich alles beim Alten und ich finds ganz schön gut so. Der Empfang am Hamburger Flughafen hat mich etwas überfordert. In Gedanken noch ganz beim nicht vorhandenen Zoll stand ich plötzlich zwischen Familie und Freunden, Videokameras, Photoapparaten und einem Willkommen Banner und war ganz schön verwirrt. Ich hatte mir keine Reihenfolge fürs Umarmen ausgedacht und war ganz aufgeregt ob der vielen angereisten Leute. Zum ersten Mal konnte ich meine Nichte sehen. Mit Kindern konnte ich bisher nicht so gut, meistens hatte ich nur Kontakt zu ihnen, wenn sie ihre Gesichter zwischen Bahnsesseln einkeilten um mich in der Reihe hinter ihnen mit scheinbar leerem Blick und Kopf an zustarren. So angegafft bin ich immer leicht verunsichert. Da man die Bahnsessel nicht weiterzusammen drücken kann um einen Rückzug des Kindes zu erzwingen und ich den Kinderkopf auch nicht anderweitig durch Gewalteinwirkung aus dem Spalt befreien will, bleibt mir oft nichts anderes als gleichsam leer und dumm zurückzuschauen. Meine Nichte allerdings hat, durch offensichtliche Freude, das Eis sofort gebrochen und so konnte ich sie gleich mal Probetragen. Ganz schön beeindruckend so ein kleiner kleiner Mensch. Kristoffer hat das Eis auch sofort gebrochen und ein paar Beck’s aus seinem Rucksack gezaubert. Ganz schön beeindruckend so ein großes Beck’s, wenn man 8 Monate zwangs-gebudweiserd wurde. Ich hab mich sehr gefreut alle wieder zu sehen, aber dank Videotelefonieren hatte ich irgendwie nicht das Gefühl, allzu lange weggewesen zu sein.
Abends gabs dann noch das EM Endspiel…So oder so war ich sehr müde und hab die ersten zwei Tage mal viel geschlafen und in der Heimat bei meinen Eltern verbracht. Mittwoch Abend ein erstes Treffen seit langem mit Trampas und Kek auch wieder dabei und endlich mal wieder ein Kneipenbesuch länger als 2h morgens. Donnerstag verkatert auf die Autobahn und dicke Stau, Osnabrück Lübeck in 5 ½ + Stunden. Zum Glück hatte Kristoffer das Franco Bianco Mixtape und den Ribberton Remix dabei. Es hat uns dem Wahnsinn noch ein Stück näher gebracht. Was darauf folgte waren 3 Nächte im Parkhaus, viel zu wenig Schlaf, ein erfolgreicher Uniorganisationstag, ein Fotoshooting, eine vorerst letzte Polyplastics Probe und die Erkenntnis, dass man überall nette Leute trifft, aber Freunde nicht auf die Schnelle ersetzen kann.
Ich möchte behaupten, fast rehabilitiert zu sein. Jetzt muss ich aus Ideen noch Pläne machen und dann kann ich eigentlich mal ganz sachte durchstarten. Mal sehen wohin die Reise geht.

Mittwoch, 17. Oktober 2007

Hot news für hot people

So, alles unter Dach und Fach. Klausuren bestanden, wenn auch wenig glamourös. Wenn juckt es, mich jedenfalls nicht. Visum ist da, Flug gebucht, am 10.11.07 geht mein Flieger nach Chicago. Von da aus sind es noch 2 Tage Fussmarsch bis nach Milwaukee. Wahlweise geht wohl auch der Zug oder ein Monster Truck.
Leider hab ich immer noch kein Zimmer gefunden, aber auch das wird sich irgendwie finden lassen. Eine Couch habe ich jedenfalls schon sicher. Auf jeden Fall alles ne ganz komische Geschichte. Sind nur noch 24 Tage. Heiligsbächle.
Wer will kann mich auch gerne besuchen kommen. So wie es aussieht habe ich leider keine Zeit für Ganztagsbespaßung weil es dort in der Uni Anwesenheitspflicht gibt, aber irgendwie bin ich ja auch zum Studieren da. Ab Juni mach ich aber Diplomarbeit, da muss ich bestimmt nicht hingehen.

Wenn nicht sowieso noch ein unglaublich lukratives Angebot einer weltweit renommierten Plattenfirma dazwischenkommt. Denn genau danach sieht es gerade aus. The Polyplastics haben ne neue Scheibe produziert und die wird bald verschickt. Mein lieber Mann, 5 schöne Lieder, so schön, dass…ja, also irgendwann. Weiss auch nicht. Auf jeden Fall n Knaller.

Jetzt Labels suchen und Fussi gucken. Warum ich letzteres tue weiss ich auch nicht. Glaube es gibt Bier.

Peace out
tobyplastic

Donnerstag, 4. Oktober 2007

Nerdy by nature

Da war ich 2 Wochen weg vom Fenster. Eher gesagt mein Herr Computer hatte eine zu wilde Party gefeiert und kam noch feucht fröhlicher in meinen Geburtstag als das Geburtstagskind. Am nächsten morgen war er etwas verkatert bis kaputt und dann Versicherung weil war nicht meine Schuld und so. Egal, läuft.
Ansonsten habe ich mir ein neues Nasenfahrrad besorgt, und was für eins.


Am Rand treten leichte Fisheyeeffekte auf wenn man durchsieht, das ist n bisschen irritierend, aber auch witzig. Und mal knappe 40 Jahre alt, besser als jedes Retromodell für 200 Eurotaler.

Danke Streik, morgen nehm ich einfach den Zug um halb sieben und dann leck mich deutsche Bahn. N bisschen arg früh.

Und Samstag Hamburg. Praktikantengehalt verballern. Bis es nicht mehr für die Rückfahrkarte reicht.

Sonst noch. Warten auf Klausurergebnis, vorher keine Vorfreude auf USA. Nachher klappt das nicht, dann war umsonst freuen. Wenigstens wäre es umsonst. Überleg ich mir noch mal.

Mehr is nich. Alles piano jetzt mit ohne lernen. Gut so.

Donnerstag, 30. August 2007

So schmeckt der Sommer

Bah. Soeben habe ich zur Belüftung meines im Mädchen Stil eingerichteten Zimmers mal das Fenster geöffnet und da war er, der Moment. So ähnlich wie nach dem Winter, wenn man das erste Mal das Gefühl hat, wieder etwas zu riechen, wenn es das erste Mal leicht warm wird. So war das gerade, nur genau andersrum. Dieser Moment, es ist nass und es ist kalt und man denkt: „Kacke, das ist aber nass und kalt.“ Und genau so riecht es dann. Nach Herbst. Nach, sich morgens auf dem Fahrrad die Eier verkühlen, nach den Zug verpassen und 50 min in Gifhorn in einer schlecht Wind geschützten Ecke auf dem Bahnsteig auf den nächsten warten, nach nach Hause gehen und da wartet ein Ordner zum Lernen, nach nichts zu Essen im Kühlschrank, nach um 19h von der Arbeit kommen und um 6h wieder aufstehen müssen, nach dein Mitbewohner präsentiert die saubere Spülmaschine die ausgeräumt werden will und er macht das eh fast immer und auch sonst viel bis alles aber du denkst dir es ist wie bei einem alten Ehepaar, dass dein Tag aus 3 Stunden „Freizeit“ besteht, in denen du am Besten noch irgendeinen langweiligen aber lebensnotwendigen Kack erledigen musst, wie bei der USA-Visa Stelle anrufen und dich für 1,8 Euro/min erst 5 Minuten von einer Computerstimme mit Informationen versorgen lassen musst, die du eh schon alle kennst um dich anschließend von dem total frechen, unhöflichen, dreisten Telefonpisser auf arrogante Art und Weise beschimpfen zu lassen nur weil du einen verkackten Termin brauchst, oder beim Zahnarzt anrufen musst, während er, dein fast Ehepartner, Semesterferien hat seit ungefähr grob geschätzten 20 Semestern und wann sein Tag anfängt willst du gar nicht wissen, aber wahrscheinlich nicht vor Mittag und da kann man das mit den 2 Minuten Müll rausbringen-Job und der Spülmaschine jawohl mal machen, es riecht nach zeitweise zweifeln und dem Gedanken –wasistwenn- ich das doch nicht schaffe, ich das doch nicht will, mir das doch nicht gefällt, es riecht nach mal wieder zu schüchtern sein und nach viel zu viel nachdenken, wenn denn dafür überhaupt mal Zeit ist, nach sich eine Holga kaufen und dann keine Zeit zu haben und wenn dann doch, dann geht die Sonne gerade unter, nach alle fahren in den Urlaub nur ich nicht, nach ich hab nicht viel mitbekommen vom Sommer, nur im Radio gehört, dass da eh nicht soviel war, aber auch nach, ich hätte eh nicht gewusst wohin mit mir und was zu tun gewesen wäre, es riecht nach alles ist cool, so kann es bleiben aber auch gleichzeitig schon wieder so penetrant nach Zwangsveränderung, nach die Sache nicht in der Hand zu haben und den Dingen ihren Lauf zu lassen, es riecht nach Nutella und nach Käse und nach falschem Satzbau und eigentlich war das gerade nur der Moment, indem es das erste Mal nach dem Sommer so nass und kalt ist, dass man an den Herbst riecht.