Da bin ich nu wieder. Vor einer Woche zurückgekehrt und sofort bekehrt. Eigentlich alles beim Alten und ich finds ganz schön gut so. Der Empfang am Hamburger Flughafen hat mich etwas überfordert. In Gedanken noch ganz beim nicht vorhandenen Zoll stand ich plötzlich zwischen Familie und Freunden, Videokameras, Photoapparaten und einem Willkommen Banner und war ganz schön verwirrt. Ich hatte mir keine Reihenfolge fürs Umarmen ausgedacht und war ganz aufgeregt ob der vielen angereisten Leute. Zum ersten Mal konnte ich meine Nichte sehen. Mit Kindern konnte ich bisher nicht so gut, meistens hatte ich nur Kontakt zu ihnen, wenn sie ihre Gesichter zwischen Bahnsesseln einkeilten um mich in der Reihe hinter ihnen mit scheinbar leerem Blick und Kopf an zustarren. So angegafft bin ich immer leicht verunsichert. Da man die Bahnsessel nicht weiterzusammen drücken kann um einen Rückzug des Kindes zu erzwingen und ich den Kinderkopf auch nicht anderweitig durch Gewalteinwirkung aus dem Spalt befreien will, bleibt mir oft nichts anderes als gleichsam leer und dumm zurückzuschauen. Meine Nichte allerdings hat, durch offensichtliche Freude, das Eis sofort gebrochen und so konnte ich sie gleich mal Probetragen. Ganz schön beeindruckend so ein kleiner kleiner Mensch. Kristoffer hat das Eis auch sofort gebrochen und ein paar Beck’s aus seinem Rucksack gezaubert. Ganz schön beeindruckend so ein großes Beck’s, wenn man 8 Monate zwangs-gebudweiserd wurde. Ich hab mich sehr gefreut alle wieder zu sehen, aber dank Videotelefonieren hatte ich irgendwie nicht das Gefühl, allzu lange weggewesen zu sein.
Abends gabs dann noch das EM Endspiel…So oder so war ich sehr müde und hab die ersten zwei Tage mal viel geschlafen und in der Heimat bei meinen Eltern verbracht. Mittwoch Abend ein erstes Treffen seit langem mit Trampas und Kek auch wieder dabei und endlich mal wieder ein Kneipenbesuch länger als 2h morgens. Donnerstag verkatert auf die Autobahn und dicke Stau, Osnabrück Lübeck in 5 ½ + Stunden. Zum Glück hatte Kristoffer das Franco Bianco Mixtape und den Ribberton Remix dabei. Es hat uns dem Wahnsinn noch ein Stück näher gebracht. Was darauf folgte waren 3 Nächte im Parkhaus, viel zu wenig Schlaf, ein erfolgreicher Uniorganisationstag, ein Fotoshooting, eine vorerst letzte Polyplastics Probe und die Erkenntnis, dass man überall nette Leute trifft, aber Freunde nicht auf die Schnelle ersetzen kann.
Ich möchte behaupten, fast rehabilitiert zu sein. Jetzt muss ich aus Ideen noch Pläne machen und dann kann ich eigentlich mal ganz sachte durchstarten. Mal sehen wohin die Reise geht.
Montag, 7. Juli 2008
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